Glossar

Hier finden Sie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen zu unseren Produkten. Wir haben diese Fragen und Antworten sorgfältig zusammengestellt, um Ihnen eine schnelle und umfassende Lösung für eventuelle Anliegen zu bieten.
Sollten Sie keine Antwort auf Ihre Frage finden, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren.
Unser Team steht Ihnen gerne zur Verfügung, um Ihnen weiterzuhelfen.

3D-Badplanung

Digitale Visualisierung des Bades vor der Umsetzung –
Materialien, Farben und Möbel werden virtuell erlebbar.

Abriebklasse

Gibt die Widerstandsfähigkeit der Fliesenoberfläche gegen mechanische Beanspruchung an.
Klassen 1–5 definieren, wie stark eine Fliese belastet werden darf.

Buttering-Floating-Verfahren

Beim Buttering-Floating-Verfahren wird der Fliesenkleber sowohl auf den Untergrund (Floating) als auch auf die Fliesenrückseite (Buttering) aufgetragen. Beide Schichten werden zusammengeführt, sodass ein weitgehend hohlraumfreies Kleberbett entsteht. Notwendig ist das immer dann, wenn eine hohe Benetzung gefordert ist: bei Großformaten, bei stark strukturierten Fliesenrückseiten, im Außenbereich und bei allen Flächen, die Frost, Feuchtigkeit oder Punktlasten ausgesetzt sind. Als Richtwert gilt außen eine vollflächige Benetzung, innen mindestens rund 80 Prozent. Hohlräume sind die häufigste Ursache späterer Schäden. Unter Belastung brechen Fliesen an diesen Stellen, im Außenbereich sammelt sich dort Wasser und sprengt bei Frost den Verbund. Ein einfacher Klopftest verrät hohl liegende Fliesen bereits vor dem Verfugen.

Steingutfliesen

Was sind Steingutfliesen?

Steingut ist die klassische Wandfliese. Der Scherben wird bei etwa 1.000 bis 1.150 Grad Celsius gebrannt und bleibt dabei porös und hell; die Wasseraufnahme liegt über zehn Prozent. Die Glasur schließt die Oberfläche, macht sie dicht und abwaschbar und bestimmt zugleich Farbe, Glanzgrad und Struktur."

Wo liegen die Stärken?

Steingut ist leicht, lässt sich gut schneiden und bohren und ist deshalb an der Wand unkompliziert zu verarbeiten. Die gestalterische Vielfalt ist sehr groß: Farbtiefe, Relief, Metro-Formate und handwerklich wirkende Glasuren gehören seit jeher zum Repertoire. Inzwischen ist auch Feinsteinzeug gestalterisch weit entwickelt, sodass sich beide Materialien innerhalb eines Raumkonzepts gut kombinieren lassen.

Wo sind die Grenzen?

Der poröse Scherben ist nicht frostbeständig und nicht für Böden ausgelegt. Steingut gehört daher ausschließlich an die Innenwand – nicht auf Terrasse, Balkon oder in den Eingangsbereich. Wer dieselbe Optik am Boden fortführen möchte, greift zu einer passenden Serie aus Feinsteinzeug.

Steingutfliesen beim Fliesen-Pavillon

Wir zeigen Ihnen, welche Wandserien sich mit welchen Bodenfliesen kombinieren lassen, und beraten zu Format, Verlegemuster und Fugenfarbe – drei Punkte, die die Wirkung eines Bades stärker bestimmen als die Fliese selbst.

→ Wandfliesen aus Steingut finden Sie in unserer Ausstellung – gerne stellen wir Ihnen Muster zusammen.

Bordüre

Eine Bordüre ist ein schmaler dekorativer Fliesenstreifen, der eine Wandfläche horizontal gliedert oder einen Übergang betont. Klassisch wurde sie auf Höhe des Waschtischs oder als oberer Abschluss eines halbhoch gefliesten Bereichs gesetzt. Technisch ist sie anspruchsvoll, weil sie im Fugenraster aufgehen muss. Passt ihre Höhe nicht zum Format der Wandfliese, entstehen schmale Passstreifen – die Bordüre gehört deshalb zwingend in den Verlegeplan und nicht erst auf die Baustelle. In aktuellen Bädern übernehmen andere Mittel diese Aufgabe: durchgehende großformatige Flächen, geflieste Nischen, ein Material- oder Farbwechsel. Als bewusstes Stilmittel, etwa im Altbau, bleibt die Bordüre aber weiterhin interessant. Wichtig ist dann, sie nur in einer Ebene einzusetzen und nicht mit weiteren Dekoren zu kombinieren – sonst konkurrieren mehrere Blickpunkte im selben Raum.

Cotto

Cotto ist eine unglasierte Tonfliese mit offenporigem, meist rotbraunem Scherben. Traditionell wird sie bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen gebrannt und oft handgeformt, weshalb Maße, Farbtöne und Kanten bewusst unregelmäßig ausfallen. Die Poren sind gestalterisch der Reiz und technisch die Schwachstelle. Cotto nimmt Wasser, Fett und Farbstoffe auf und muss vor der ersten Nutzung imprägniert und anschließend regelmäßig nachbehandelt werden – üblich sind Wachs- oder Ölsysteme, die eine Patina aufbauen. Für den Außenbereich ist echter Cotto in unseren Breiten nur bedingt geeignet, weil der poröse Scherben Wasser aufnimmt und bei Frost Schaden nimmt. Wer die Optik ohne den Pflegeaufwand möchte, findet sie heute als Feinsteinzeug in Cotto-Optik: frostbeständig, fleckunempfindlich und ohne Imprägnierung.

Bemusterung

Bemusterung bezeichnet die Auswahl und Prüfung von Fliesenmustern in der Ausstellung, bevor bestellt wird. Gezeigt werden möglichst große, verlegte Flächen statt einzelner Musterstücke, weil Farbe und Struktur erst ab einer gewissen Fläche ihre tatsächliche Wirkung entfalten. Entscheidend ist das Licht. In unserer Ausstellung finden Sie nicht nur eine große Anzahl an Musterstücken, bei uns sind diese Musterstücke originalgroß wie die Fliese. Eine Fliese, die unter Kunstlicht warm wirkt, kann bei Tageslicht deutlich kühler erscheinen; polierte und satinierte Oberflächen reagieren zusätzlich auf den Einfallswinkel. Für die endgültige Entscheidung gehören Muster deshalb an den Ort, an dem sie später liegen. Zur Bemusterung gehören auch Fugenfarbe, Sockel, Anschlussprofile und Übergänge zu anderen Belägen. 

Unsere Öffnungszeiten:

Mo - Fr

9:30 Uhr bis 12:00 Uhr

14:30 Uhr bis 18:00 Uhr

Jeden ersten Samstag im Monat - NUR NACH TERMINVEREINBARUNG

8:30 Uhr bis 12:00 Uhr

 

Am Mittwochnachmittag ist unsere Ausstellung geschlossen.
Wir bitten um eine vorherige Terminvereinbarung.