Glossar

Hier finden Sie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen zu unseren Produkten. Wir haben diese Fragen und Antworten sorgfältig zusammengestellt, um Ihnen eine schnelle und umfassende Lösung für eventuelle Anliegen zu bieten.
Sollten Sie keine Antwort auf Ihre Frage finden, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren.
Unser Team steht Ihnen gerne zur Verfügung, um Ihnen weiterzuhelfen.

3D-Badplanung

Digitale Visualisierung des Bades vor der Umsetzung –
Materialien, Farben und Möbel werden virtuell erlebbar.

Abriebklasse

Gibt die Widerstandsfähigkeit der Fliesenoberfläche gegen mechanische Beanspruchung an.
Klassen 1–5 definieren, wie stark eine Fliese belastet werden darf.

Bemusterung

Bemusterung bezeichnet die Auswahl und Prüfung von Fliesenmustern in der Ausstellung, bevor bestellt wird. Gezeigt werden möglichst große, verlegte Flächen statt einzelner Musterstücke, weil Farbe und Struktur erst ab einer gewissen Fläche ihre tatsächliche Wirkung entfalten. Entscheidend ist das Licht. In unserer Ausstellung finden Sie nicht nur eine große Anzahl an Musterstücken, bei uns sind diese Musterstücke originalgroß wie die Fliese. Eine Fliese, die unter Kunstlicht warm wirkt, kann bei Tageslicht deutlich kühler erscheinen; polierte und satinierte Oberflächen reagieren zusätzlich auf den Einfallswinkel. Für die endgültige Entscheidung gehören Muster deshalb an den Ort, an dem sie später liegen. Zur Bemusterung gehören auch Fugenfarbe, Sockel, Anschlussprofile und Übergänge zu anderen Belägen. 

Bodenfliesen

Was unterscheidet Bodenfliesen von Wandfliesen?

Bodenfliesen müssen Lasten aufnehmen, Stöße aushalten und dauerhaft begangen werden. Sie sind deshalb bruchfester und werden zusätzlich nach Kennwerten ausgewählt, die an der Wand keine Rolle spielen, wie zum Beispiel die Rutschhemmung.

Welches Material passt?

Feinsteinzeug ist der Standard, weil es dicht, fleckunempfindlich und außerordentlich widerstandsfähig ist. Durchgefärbte, unglasierte Ausführungen halten auch stärkster Beanspruchung stand; glasiertes Feinsteinzeug ist die wirtschaftlichere Alternative, lässt sich nahezu überall einsetzen und bietet die größere Auswahl an Optiken und Dekoren.

Wie verhält sich Keramik zur Fußbodenheizung?

Fliesen sind der ideale Belag über einer Fußbodenheizung: Sie leiten Wärme sehr gut und geben sie gleichmäßig an den Raum ab. Wichtig sind ein trockener Estrich, ein geregeltes Aufheizprotokoll vor dem Verlegen und ein für Fußbodenheizung geeigneter Kleber.

Bodenfliesen beim Fliesen-Pavillon

Wir wählen die Serie nach Ihrer tatsächlichen Nutzung aus, prüfen die Werte und Rutschhemmung und bringen Technik und Design zusammen – Format, Farbe und Verlegerichtung stimmen wir auf Ihren Grundriss ab.

→ Die passende Bodenfliese finden wir gemeinsam in unserer Ausstellung.

Bordüre

Eine Bordüre ist ein schmaler dekorativer Fliesenstreifen, der eine Wandfläche horizontal gliedert oder einen Übergang betont. Klassisch wurde sie auf Höhe des Waschtischs oder als oberer Abschluss eines halbhoch gefliesten Bereichs gesetzt. Technisch ist sie anspruchsvoll, weil sie im Fugenraster aufgehen muss. Passt ihre Höhe nicht zum Format der Wandfliese, entstehen schmale Passstreifen – die Bordüre gehört deshalb zwingend in den Verlegeplan und nicht erst auf die Baustelle. In aktuellen Bädern übernehmen andere Mittel diese Aufgabe: durchgehende großformatige Flächen, geflieste Nischen, ein Material- oder Farbwechsel. Als bewusstes Stilmittel, etwa im Altbau, bleibt die Bordüre aber weiterhin interessant. Wichtig ist dann, sie nur in einer Ebene einzusetzen und nicht mit weiteren Dekoren zu kombinieren – sonst konkurrieren mehrere Blickpunkte im selben Raum.

Buttering-Floating-Verfahren

Beim Buttering-Floating-Verfahren wird der Fliesenkleber sowohl auf den Untergrund (Floating) als auch auf die Fliesenrückseite (Buttering) aufgetragen. Beide Schichten werden zusammengeführt, sodass ein weitgehend hohlraumfreies Kleberbett entsteht. Notwendig ist das immer dann, wenn eine hohe Benetzung gefordert ist: bei Großformaten, bei stark strukturierten Fliesenrückseiten, im Außenbereich und bei allen Flächen, die Frost, Feuchtigkeit oder Punktlasten ausgesetzt sind. Als Richtwert gilt außen eine vollflächige Benetzung, innen mindestens rund 80 Prozent. Hohlräume sind die häufigste Ursache späterer Schäden. Unter Belastung brechen Fliesen an diesen Stellen, im Außenbereich sammelt sich dort Wasser und sprengt bei Frost den Verbund. Ein einfacher Klopftest verrät hohl liegende Fliesen bereits vor dem Verfugen.

Cotto

Cotto ist eine unglasierte Tonfliese mit offenporigem, meist rotbraunem Scherben. Traditionell wird sie bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen gebrannt und oft handgeformt, weshalb Maße, Farbtöne und Kanten bewusst unregelmäßig ausfallen. Die Poren sind gestalterisch der Reiz und technisch die Schwachstelle. Cotto nimmt Wasser, Fett und Farbstoffe auf und muss vor der ersten Nutzung imprägniert und anschließend regelmäßig nachbehandelt werden – üblich sind Wachs- oder Ölsysteme, die eine Patina aufbauen. Für den Außenbereich ist echter Cotto in unseren Breiten nur bedingt geeignet, weil der poröse Scherben Wasser aufnimmt und bei Frost Schaden nimmt. Wer die Optik ohne den Pflegeaufwand möchte, findet sie heute als Feinsteinzeug in Cotto-Optik: frostbeständig, fleckunempfindlich und ohne Imprägnierung.

Dekorfliese

Als Dekorfliese bezeichnet man jede Fliese, die über eine einfarbige Fläche hinausgeht: farbige und bunte Fliesen, Muster, Reliefs, besondere Glasuren oder ungewöhnliche Formen wie Sechsecke, Rauten oder Schuppen. Ein Teil davon wird als Ergänzung zu einer ruhigen Grundfliese derselben Serie angeboten. Viele Dekore stehen aber auch ganz für sich und gestalten komplette Böden und Wände.

Entsprechend vielseitig ist der Einsatz. Als Akzent setzen Dekore einen Blickpunkt an einer einzelnen Wand, hinter dem Waschtisch oder in einer Nische. Als Fläche prägen sie einen ganzen Raum – ein gemusterter Boden im Flur, eine farbige Küchenrückwand, ein Bad mit durchgehendem Muster. In beiden Fällen gilt: Je kräftiger das Dekor, desto ruhiger sollte das Umfeld gehalten werden.

Bei gemusterten Dekoren ist der Verlegeplan wichtig: Rapportierte Muster müssen über die Fläche aufgehen, und der Verschnitt fällt höher aus als bei einfarbiger Ware. Reliefdekore verlangen zusätzlich Aufmerksamkeit bei der Reinigung, weil sich Kalk in Vertiefungen absetzt.

Duschrinne

Die Duschrinne ist eine lineare Entwässerung für bodengleiche Duschen. Sie wird an der Wand eingebaut und nimmt das Wasser über ihre gesamte Länge auf. Ihr Vorteil liegt in der Gefällegeometrie: Weil das Wasser nur in eine Richtung laufen muss, genügt eine einseitig geneigte Fläche, und großformatige Fliesen lassen sich ungeschnitten verlegen. Der klassische Punktablauf verlangt dagegen ein Gefälle aus vier Richtungen und damit vier Schnitte je Fliese. Wichtig sind ausreichende Ablaufleistung, ein Geruchsverschluss und der Anschluss an die Verbundabdichtung – die Rinne ist eine Durchdringung der Abdichtungsebene und wird mit Dichtmanschette eingebunden. Für die Reinigung sollten Sieb und Siphon ohne Werkzeug zugänglich bleiben.

Einbrandverfahren

Beim Einbrandverfahren werden Scherben und Glasur in einem einzigen Brennvorgang gemeinsam gebrannt. Die Glasur wird auf den ungebrannten Rohling aufgetragen und schmilzt bei Temperaturen von rund 1.150 bis 1.250 Grad Celsius mit der Oberfläche zusammen. Das Ergebnis ist eine feste Verbindung zwischen Glasur und Scherben. Sie macht die Oberfläche widerstandsfähiger gegen Abrieb und Absprengungen, weshalb das Verfahren bei Bodenfliesen der Standard ist. Die Farbpalette ist dafür eingeschränkter als beim Zweibrand, weil nicht jedes Pigment die hohen Temperaturen unbeschadet übersteht. Für sehr brillante oder empfindliche Farbtöne, wird deshalb weiterhin zweimal gebrannt. Am fertigen Produkt lässt sich das Verfahren kaum ablesen – Aufschluss geben allein die technischen Angaben des Herstellers und die Abriebklasse.

Estrich

Der Estrich ist die lastverteilende Schicht zwischen Rohdecke und Fliesenbelag. Üblich sind Zementestrich, Calciumsulfat- beziehungsweise Anhydritestrich und Gussasphalt; über einer Fußbodenheizung spricht man von Heizestrich. Vor dem Verlegen muss der Estrich eben, tragfähig, rissfrei und ausreichend trocken sein. Die Restfeuchte wird mit dem CM-Gerät bestimmt: Beheizter Zementestrich gilt etwa ab 1,8 CM-Prozent als belegreif, Calciumsulfatestrich bereits deutlich früher. Die genauen Werte gibt das jeweilige Merkblatt vor. Bei Heizestrich gehört ein dokumentiertes Funktions- und Belegreifheizen dazu, bevor gefliest wird. Anhydritestrich ist zusätzlich feuchteempfindlich und wird angeschliffen und grundiert. Bewegungs- und Randfugen des Estrichs müssen im Fliesenbelag übernommen und dürfen nicht überfliest werden. Wer diesen Schritt überspringt, riskiert Risse, die sich quer durch die fertige Fläche ziehen.

Fliesenspiegel

Als Fliesenspiegel bezeichnet man den gefliesten Wandbereich hinter Kochstelle, Spüle oder Waschtisch. Er schützt die Wand vor Spritzwasser, Fett und Verschmutzung und ist zugleich eine der sichtbarsten Flächen des Raums. In der Küche liegt die klassische Höhe zwischen Arbeitsplatte und Unterkante der Oberschränke, meist rund 50 bis 60 Zentimeter. Zunehmend wird die Fläche raumhoch oder mit einer einzigen großformatigen Platte ohne Fuge ausgeführt – besonders pflegeleicht, aber nur mit exaktem Aufmaß machbar. Entscheidend für die Planung sind Steckdosen, Schalter und Dunstabzug. Ihre Position sollte auf das Fugenraster abgestimmt sein, weil Ausschnitte mitten in einer Fliese unruhig wirken. Der Zuschnitt erfolgt idealerweise vor der Montage nach fertigem Aufmaß.

Fugenbreite

Die Fugenbreite ist der Abstand zwischen zwei Fliesen. Sie richtet sich nach der Maßhaltigkeit der Fliese und nach dem Einsatzbereich. Die Fuge ist kein optischer Kompromiss, sondern ein technisches Bauteil: Sie gleicht Maßtoleranzen der Fliesen aus und nimmt Bewegungen aus Temperatur- und Feuchteänderungen auf.

Mit rektifizierter, maßhaltiger Ware lassen sich schmale Fugen umsetzen, auch bei großen Formaten und auf der Terrasse. Sie wirken ruhig, verzeihen aber keine Ungenauigkeit.

Zusätzlich braucht jede Fläche elastische Rand- und Bewegungsfugen, die nicht mit Fugenmörtel geschlossen werden dürfen.

Steingutfliesen

Was sind Steingutfliesen?

Steingut ist die klassische Wandfliese. Der Scherben wird bei etwa 1.000 bis 1.150 Grad Celsius gebrannt und bleibt dabei porös und hell; die Wasseraufnahme liegt über zehn Prozent. Die Glasur schließt die Oberfläche, macht sie dicht und abwaschbar und bestimmt zugleich Farbe, Glanzgrad und Struktur."

Wo liegen die Stärken?

Steingut ist leicht, lässt sich gut schneiden und bohren und ist deshalb an der Wand unkompliziert zu verarbeiten. Die gestalterische Vielfalt ist sehr groß: Farbtiefe, Relief, Metro-Formate und handwerklich wirkende Glasuren gehören seit jeher zum Repertoire. Inzwischen ist auch Feinsteinzeug gestalterisch weit entwickelt, sodass sich beide Materialien innerhalb eines Raumkonzepts gut kombinieren lassen.

Wo sind die Grenzen?

Der poröse Scherben ist nicht frostbeständig und nicht für Böden ausgelegt. Steingut gehört daher ausschließlich an die Innenwand – nicht auf Terrasse, Balkon oder in den Eingangsbereich. Wer dieselbe Optik am Boden fortführen möchte, greift zu einer passenden Serie aus Feinsteinzeug.

Steingutfliesen beim Fliesen-Pavillon

Wir zeigen Ihnen, welche Wandserien sich mit welchen Bodenfliesen kombinieren lassen, und beraten zu Format, Verlegemuster und Fugenfarbe – drei Punkte, die die Wirkung eines Bades stärker bestimmen als die Fliese selbst.

→ Wandfliesen aus Steingut finden Sie in unserer Ausstellung – gerne stellen wir Ihnen Muster zusammen.

Steinzeugfliesen

Was sind Steinzeugfliesen?

Steinzeug liegt zwischen Steingut und Feinsteinzeug. Der Scherben wird bei rund 1.200 Grad Celsius gebrannt und erreicht eine Wasseraufnahme zwischen 0,5 und drei Prozent. Er ist damit deutlich dichter und belastbarer als Steingut, aber nicht so vollständig gesintert wie Feinsteinzeug.

Wofür eignet sich das Material?

Steinzeugfliesen werden vor allem als Bodenfliesen im Innenbereich verlegt – in Wohnräumen, Fluren und Küchen. Es gibt sie glasiert und unglasiert. Ob eine Serie auch außen eingesetzt werden darf, entscheidet nicht die Materialgruppe, sondern die vom Hersteller ausgewiesene Frostbeständigkeit.

Worauf kommt es bei der Auswahl an?

Maßgeblich sind Abriebklasse und Rutschhemmung, nicht der Materialname. Eine glasierte Steinzeugfliese sagt mehr aus als manches polierte Feinsteinzeug. Für Nassbereiche und Eingänge lohnt daher immer der Blick auf die Prüfwerte im Datenblatt.

Steinzeugfliesen beim Fliesen-Pavillon

Wir ordnen die Serien nach Einsatzbereich statt nach Materialgruppe und sagen Ihnen offen, wo Steinzeug die wirtschaftlichere Wahl ist und wo Feinsteinzeug den Unterschied macht.

→ Sprechen Sie uns an – wir vergleichen die Materialien anhand Ihrer Räume.

Unsere Öffnungszeiten:

Mo - Fr

9:30 Uhr bis 12:00 Uhr

14:30 Uhr bis 18:00 Uhr

Jeden ersten Samstag im Monat - NUR NACH TERMINVEREINBARUNG

8:30 Uhr bis 12:00 Uhr

 

Am Mittwochnachmittag ist unsere Ausstellung geschlossen.
Wir bitten um eine vorherige Terminvereinbarung.